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Hillclimbing in Lenningen
Serpentinen fahren kann jeder. Soll ruhig auch jeder. Aber die einzig echte Herausforderung am Berg ist die direkte Linie, die steile, steinige Spur der Unmöglichkeit, die keine andere Wahl lässt als die mit Vollgas nach oben zu braten. Denn Hillclimbing funktioniert nach der simplen Regel: möglichst schnell möglichst weit nach oben. Doch das sollte nur versuchen, wer sich nicht fürchtet, schon nach der Hälfte der Strecke mitsamt Motorrad einen Riesensalto hangabwärts zu schlagen. Auf den Steilhängen Europas kommen neben Moto Cross Bikes auch Prototypen mit leistungsstarken Motoren, langer Schwinge, Schaufelprofil oder fingerlangen Schrauben am Hinterrad zum Einsatz. Was nichts daran ändert, dass der Berg den ungleichen Kampf fast immer für sich entscheidet. Seit 1999 versucht sich eine Handvoll Lenninger auf verschiedenen Events in Österreich, Frankreich, Belgien und in der Schweiz gegen die Konkurrenz aus ganz Europa zu Behaupten. An Hängen mit Steigungen von 120 Prozent, was einer Neigung von etwa 50 Grad entspricht gilt es möglichst weit hinaufzufahren. Spektakuläre Stürze und Überschläge (Brezn) sind dabei an der Tagesordnung. Anfangs wurden dazu noch irgendwelche untermotorisierte oder altersschwache Endurogeräte zum Kampf mit dem Berg und um die interne Lenninger Meisterschaft mitgenommen.Doch schon bald wollte man sich nicht nur in den unteren Regionen der Hänge und der Ergebnislisten herumtreiben, sondern auch mal Höhenluft wittern. So entstanden in monatelanger Schrauberei tolle Hillclimbing Prototypen, die es mit der internationalen Konkurrenz aufnehmen können. Seit 2003 ist mit Gundi Baier auch die erste Dame mit am Start und schlägt sich wacker in dem von Männern dominierten Sport.
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